
14.07.-26.07.2009 |
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![]() Unsere Reisegruppe bestand aus 48 Teilnehmern aus vielen Teilen Deutschlands und auch aus der Schweiz. Nach einem ca. neunstündigen Flug wurden wir am 15.7. in Peking begrüßt. Die Gruppe wurde auf zwei Reisebusse verteilt und erhielt daher auch zwei ständige Reiseleiter, die sich Andy und Max nannten und sehr gut die deutsche Sprache beherrschten. In den drei Tagen für die Hauptstadt besuchten wir den Himmelstempel, die Verbotene Stadt mit Kaiserpalast und Platz des Himmlischen Friedens, den Sommerpalast, das Gelände der Olympiade 2008 und auch die historische Sternwarte. Ein Ausflug zur Mauer war für uns Deutsche natürlich Pflicht (?). Es blieb auch noch genug Zeit für selbstorganisierte Besuche des Erd- und Konfuziustempels sowie des Trommel- und Glockenturms. Besonders beeindruckend waren unsere abendlichen Ausflüge in kleinerer Gruppe hinter die Kulissen des „kontrolliert Gezeigtem“. Unter anderem kamen dabei noch zwei maßgeschneiderte Anzüge heraus. Die Tagestemperaturen in Beijing betrugen fast 40°C, das bei ca. 80% Feuchtigkeit. Dadurch war nie ein ungetrübter Himmel zu sehen. Der Großstadtsmog einer 12-Mio-Stadt trug noch sein übriges dazu bei. |
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Die
Weiterreise am 18.7. nach Xi`an ging neunstündig per Nachtzug. Nachdem
der Servicewagen leergetrunken war, konnten wir sogar noch ein paar
Stunden Schlaf bekommen. In Xi´an wurde die Anzahl der Begleiter um
zwei lokale Führer erhöht, wie auch in den folgenden Städten. In zweitägigen
Ausflügen durften wir die beeindruckende Terrakotta-Armee des ersten
Chinesischen Kaisers bewundern, die große Wildganspagode und das Stelenwald-Museum
besuchen. Ein Stadtbummel zum Teil entlang der komplett erhaltenen Stadtmauer
(13,6 km) war sehr interessant. Unsere bewährten abendlichen Streifzüge
rundeten das Programm hervorragend ab. In Vorbereitung auf die Sonnenfinsternis
besuchten Jens Briesemeister und ich die lokale Wetterstation. Dort
wurden wir sehr offiziell aufgenommen und durften Fragen über die Wettermessung
in Deutschland beantworten. Zu den gewünschten Radarbildern und der
Voraussage für die Region Chongqing kamen wir aber dann auch noch. Diese
verhieß uns ein gutes Sofi-Wetter. |
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Mit diesen guten Meldungen im Gepäck
ging`s per Flieger nach Chongqing, dem „größten Dorf
der Welt“. In dieser Bergstadt mit Umland auf einer Fläche
so groß wie Österreich leben ca. 32 Mio. Menschen. Hier trifft der große gelbe Fluss Jangtse mit dem Fluss Jialing zusammen. Davon konnten wir uns sehr gut vom E`ling-Park aus in luftiger Höhe überzeugen. In der von Industrie und Wissenschaft geprägten Metropole besuchten wir einen lokalen Markt und konnten neben einem Stadtbummel auch einige Pandabären im Zoo bewundern. Sehenswert ist auch die große Volkshalle, die nach Vorbild des Pekinger Himmelstempels erbaut wurde. Unvergesslich bleibt auch die Erfahrung mit 40°C Temperatur bei über 90% Luftfeuchtigkeit. Selbst abends kommt da jedes Getränk direkt aus der Kehle wieder nach außen und läuft bis zur Zehenspitze runter. |
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Um das 40jährige Jubiläum der Landung eines Menschen auf dem Mond würdig zu begehen, wurde am 20./21.07. nach dem Zeitplan der Apollo 11 Mission mit verschiedenen Getränken auf die wichtigen Ereignisse (Einschuss in die Mondumlaufbahn, Trennung Columbia/Eagle, Landung Eagle, Betreten des Mondes, Start von Mondoberfläche, Kopplung Columbia/Eagle, Rücksturz zur Erde) angestoßen - notfalls um 5 Uhr morgens! |
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| Der 22.7. war ausschließlich der Beobachtung eines
unvergleichlichen und unvergesslichen Naturschauspiels vorbehalten. Die Sonnenfinsternis konnten wir in Taiping, ca. 200 km Nordöstlich von Chongqing, beobachten. Ca. 3.30 Uhr war Abfahrt vom Hotel in Chongqing, am Beobachtungsplatz 7.00 Uhr Ankunft. Unser Platz war sehr idyllisch gelegen an einem kleinen See und einem ehemaligen Militär-Stadion. Das Wetter war sehr gut zum Beobachten geeignet, lediglich ein paar Quellwolken durch hohe Luftfeuchtigkeit zeigten sich am Horizont. Die Temperatur betrug gegen 8.00 Uhr bereits fast 30°C. Mit dem Ersten Kontakt 8.09 Uhr begann das Himmelsschauspiel. Zweiter Kontakt mit Diamantring ca. auf sieben Uhr war 09:14:10 Uhr. Dritter Kontakt wieder mit Diamantring, diesmal auf ein Uhr geschah 09:19:12 Uhr. Die gemessene Totalität betrug somit 5 Minuten und 2 Sekunden. Der Abstand zur Zentrallinie wurde auf ca. 1000m bemessen. Mit dem Viertem Kontakt wurde der ganze Spuk 10.32 Uhr beendet. Alle Fotos aufgenommen mit Canon EOS 5D Mark II, Takahashi Sky 90 + Ext-Q-1.6x (f=800 mm). Bildrechte: © O+A Woost, J. Briesemeister. |
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Nach dem nächsten Inlandflug und
kurzem Transrapid-Transfer kamen wir in die 21-Mio-Stadt Shanghai. Hier
hatte es leider zuvor geregnet, so dass die Finsternis nicht sichtbar
war, auch wenn noch am Vortag allein 400.000 Japaner die Stadt einnahmen. Hier unternahmen wir Ausflüge in ein benachbartes Wasserdorf, besichtigten den Jadetempel und die historische Altstadt. Natürlich bekamen wir auch Gelegenheit für ein paar Fotos von der beeindruckenden Skyline des Stadtteiles Pudong mit seinen fast 700 Wolkenkratzern. Hierher ging auch ein abendlicher Streifzug, um die beleuchtete schönste Ansicht der neuen Stadt zu bewundern. Ein Besuch des höchsten Observatoriums der Welt ist einfach ein Muss. Im 100.sten Stockwerk des Shanghai World Financial Centers kann man in luftiger Höhe von 474 m über die ganze Stadt und weiter blicken. Wir genossen diese Aussicht am Nachthimmel. Der Rückflug von Shanghai nach Frankfurt schien mit über elf Stunden nicht enden zu wollen. Nachdem wir es dann doch geschafft hatten, konnten wir auf sehr erfolgreiche und schöne zwölf Tage zurückblicken und hatten allesamt mehrere Gigabytes Fotomaterial und deren Auswertung vor uns. |
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